Sepsis-Diagnosefehler: Ihre Ansprüche
Medizinrecht – Diagnosefehler – Sepsis – Anspruchsdurchsetzung.
Wurde eine Sepsis zu spät diagnostiziert, stellt sich für Betroffene und Angehörige die Frage nach möglichen Ansprüchen. Der folgende Überblick zeigt, welche Schadenspositionen infrage kommen und wie diese durchgesetzt werden.
Schmerzensgeld für die erlittenen Folgen
Je nach Schwere der Folgen – von einem verlängerten Krankenhausaufenthalt bis zu dauerhaften Organschäden – variiert die Höhe des Schmerzensgelds erheblich. Bei besonders gravierenden Verläufen, etwa notwendigen Amputationen oder bleibenden neurologischen Schäden, sind auch sechsstellige Beträge möglich.
Ersatz materieller Schäden
Zusätzlich zum Schmerzensgeld sind sämtliche materiellen Folgeschäden zu ersetzen: zusätzliche Behandlungs- und Rehabilitationskosten, Hilfsmittel, Verdienstausfall sowie bei bleibender Erwerbsunfähigkeit eine entsprechende Rente.
Ansprüche der Angehörigen
Verstirbt ein Patient infolge einer verspätet erkannten Sepsis, können Angehörige unter bestimmten Voraussetzungen eigene Ansprüche geltend machen, etwa Hinterbliebenengeld oder Ersatz von Beerdigungskosten.
Der Weg zur Anspruchsdurchsetzung
Zunächst wird die Behandlungsdokumentation angefordert und durch einen medizinischen Sachverständigen ausgewertet. Bestätigt sich der Diagnosefehler, werden die Ansprüche gegenüber der Klinik beziehungsweise deren Haftpflichtversicherung geltend gemacht – außergerichtlich oder, falls erforderlich, gerichtlich.
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