BU-Versicherung lehnt ab: Was tun?
Versicherungsrecht – Ablehnung – Widerspruch – Vorgehen.
Eine Ablehnung der Berufsunfähigkeitsversicherung ist für Betroffene zunächst ein Rückschlag – bedeutet aber nicht automatisch das Ende der Ansprüche. Viele Ablehnungen halten einer genauen rechtlichen Prüfung nicht stand.
Schritt 1: Ablehnungsschreiben genau prüfen
Zunächst sollte die Begründung des Versicherers genau analysiert werden: Wird der Gesundheitszustand angezweifelt, eine Anzeigepflichtverletzung behauptet oder die Fähigkeit zur Berufsausübung anders eingeschätzt als vom eigenen Arzt?
Schritt 2: Fristen im Blick behalten
Ablehnungsschreiben enthalten häufig Fristen, innerhalb derer Widerspruch eingelegt oder Klage erhoben werden muss. Diese Fristen sollten unbedingt beachtet werden, da sonst Rechte verloren gehen können.
Schritt 3: Medizinische Gegenposition aufbauen
Häufig stützen sich Versicherer auf eigene, für den Versicherten ungünstige Gutachten. Eine fundierte ärztliche Stellungnahme beziehungsweise ein unabhängiges Gutachten kann die eigene Position deutlich stärken.
Schritt 4: Vertragsbedingungen prüfen lassen
Ob eine Berufung des Versicherers auf eine Anzeigepflichtverletzung überhaupt zulässig ist, hängt von den konkreten Umständen bei Vertragsschluss ab. Häufig lässt sich eine solche Berufung erfolgreich zurückweisen.
Schritt 5: Widerspruch oder Klage
Bleibt der Versicherer bei seiner Ablehnung, kann der Anspruch außergerichtlich mit anwaltlicher Unterstützung erneut geltend gemacht oder im Klageweg durchgesetzt werden. Gerade bei gut begründeten Fällen lenken Versicherer häufig noch vor einer Gerichtsverhandlung ein.
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